Schön ist’s wenn Songs passen. Es ist Mittwoch, mitten in der Nacht und ich tue einfach so, als ob ich den Abend Numismatik gelernt und nicht etwa eine weitere verdammt spannende Folge Prison Break geguckt hätte (Johnny, dafür wirst du büßen!)
Naja. Wie immer poste ich die Sachen, wenn sie schon jeder gepostet hat; deshalb hier der neue Slut Song über Mittwöche:
Black are the Gesture of Yours
Black is the Way to lead your Life
Black are the Dresses You wear
Black are the Days beneath Your Sunlight
“Hey presto, the church is trendy again.” sangen einst die skandinavischen Schweinerocker von Silver, die man nicht mit gleichnamiger Technogruppe verwechseln sollte.
Ich finds gut, wenn Kirche nicht immer nur langweilig und altmodisch ist, sondern sich auch mehr zeitgenössischen, fetzigen Formen öffnet… witzige Anspiele, Teestube und mal was ganz flottes: Sprechgesang.
So macht das die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands.
Die zeigen in einem zweiteiligen Rap, dass Kirche nah am Puls der Zeit ist und die Themen anspricht, die die Leute umtreiben: Teil 1 und Teil 2.
Willst du kreativ sein? Suchst du fette Assoziationen und die eine durchschlagende Idee? Vergiss Mindmaps und Brainstorming! Es gibt nur 3 Möglichkeiten für eine gute Idee, die dich packt und die in deinem Kopf arbeitet und deine Konzentration ohne die Möglichkeit für eine Lösegeldübergabe kidnappet.
Da wäre zunächst: das Hochbett. Ich hatte bis vor einigen Jahren ein Hochbett und irgendwie war die Leselampe daran ständig kaputt. Das heißt: wenn ich diese knarrende Holzleiter hochstieg, gab es eigentlich vor dem morgendlichen Aufstehen kein zurück. Als ich noch kein Student war und deshalb zu normalen Zeiten aufstehen musste, gab es etwas, dass besonders gut den Kopf in Gang brachte: Sonntag Abend. Geht man Sonntag abends in ein Hochbett- so eine alte Bauernregel aus dem Westfriesischen- kommen 1000 wichtige Gedanken. Man liegt dann da im Dunkeln und überlegt sich wie wenig man nur noch zu schlafen hat. Aber man kann eh nicht schlafen, weil einen die Idee nicht loslässt. Mein Kopf – und das solltest du wissen, liebes Leser- ist überregional bekannt dafür, eine Art David Copperfield zu sein. Ein Illusionskünstler. Wie ein Zauberer aus dem Hut sinnlos Häschen zaubert, ist mein Kopf dufte darin, aus wenig Input viel Verarbeitung und ein bisschen wirren Output zu zaubern. Und so verarbeitet und grübelt mein Hirn. Und man rechnet, ob es sich lohnt die Treppe runter zusteigen und diesen genialen Gedanken aufzuschreiben. Aber zum einen ist man ohne Taschenrechner aufgeschmissen mit 4 Punkten in Mathe, zum anderen hat man eh keine Wahl. Denn mein Kopf – und ich hoffe, dass du liebes Leser, das nicht gegen mich verwendet- ist auch ein bisschen wie der Pate: er macht mir ein Angebot, dass ich nicht ablehnen kann. Wenn ich nicht seinem Befehl gehorche, nimmt er mir das, was mir auf der Welt am wichtigsten ist: meinen Schlaf.
Volker Strübing (hier noch sein Blog)ist mein Freund, sag ich jetzt einfach ma so. Er kommt auch original aus Thüringen und hat auch n echt knorken Humor. Und außerdem - und jetzt werden die Ähnlichkeiten schon fast gruselig- hat er auch ma n C64 gehabt… feel like I’ve known him forever… Ganz vorne mit dabei, wie ich immer sag. Jedenfalls ist er ja der Urheber von Kloss und Spinne. Jetzt vor kurzem kam der neueste Teil- der 11., der aufwendigste Teil- dieser Videoreihe raus. Unbedingt angucken!
Es tut mir Leid, aber wenn noch einer von euch da draußen über Kaffee oder über Macs bloggt, muss ich ihm leider auf die Schuhe kotzen. Das ist dann nicht persönlich gemeint, das ist eine reine biologische Abwehrreaktion. Ein bisschen wie Stan in Southpark.
Meine Güte, muss man sich wirklich so einem Klischee hingeben? Kaffee nebenbei ist ein Getränk. Nicht mehr. Kein Lifestyle, wirklich nicht. Es ist ein nützliches Getränk, denn es gibt einen wenigstens das Gefühl nach einer durchzechten Nacht etwas tun zu können, um wieder in die Gänge zu kommen. Nüchtern betrachtet ist es nicht mal ein besonders leckeres Getränk. Warum gibt man denn sonst 1-2 € mehr dafür aus, dass noch extra Milchschaum und Sirup und Kakaopulver beigemischt wird? Es gibt schlechtere Getränke, aber auch bessere.
Aber nun zum ewigen Macbloggen. Keine Ahnung wie ein Mac so ist. Ich hab nicht mal n iPod wegen: is nicht. Auch wenn ich damit rein rechnerisch wohl schon zu den Globalisierungsverlieren zähle, leidet mein Selbstwert darunter kaum (das kann man übrigens messen in so Studien wo man vorm Computer hockt und auf Tasten drückt und der misst wie lange du brauchst um bestimmte Wörter zuzuordnen). Im Gegenteil: sowas trägt ja auch zur Identitätsstiftung bei. Man wird durchdrungen von einer Solidarität mit allen anderen Globalisierungsverlierern: der Belegschaft des Nokia Werkes, der Dritten Welt und Eva Hermann.
Was würdest du machen, wenn du heute erfährst, dass du noch 3 Monate zu leben hast?
Mit rauchen anfangen, eine neue Frisur, fremdgehen und den Kindern Kasetten aufnehmen, die sie an jedem Geburtstag bis zum 18. zu hören kriegen. So macht das zumindest Ann in dem sehr empfehlenswerten Film “Mein Leben ohne mich”, der heute abend ab 23:15 Uhr auf WDR zu sehen ist.
Kurz vorher kann man schnell noch bei dem Hamburger Web 2.0 Sender (richtig mit Moderatoren und so!) Byte Fm vorbeizappen und sich das Livekonzert von Tocotronic reinziehen (ab 23 Uhr- kein Download erforderlich).
Das ist meine Band, Chalong. Indie mit leichten Rückgriffen in die 60er/70er. Im Dritten Album “Others; nothing in yourself” sind sie halt bedeutend ruhiger geworden. Das macht der Blumfeld Einfluß, den man nicht zuletzt am Cover festmachen kann.
Mache deine eigene Zufallsband mit Zufallsname, Zufallstitel und Zufallscover.
Es hatte niemand erwartet, dass die Kulturrevolution im Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik in Heidelberg starten wird. Dafür sind die meisten Leute dort auch viel zu sehr mit ihren Münzsammlungen beschäftigt. Seit langer Zeit ist nicht mal die Toilette mit den üblichen Sprüchen beschmiert. Irgendwann einmal wurde die Toilettenwand wohl gereinigt und man entschied sich, eine Schmierei dran zu lassen. Eine Comicfigur, die an Red Zack von Media Markt erinnert mit dem flotten Spruch: “Revolution ist, was ihr draus macht”. Darüber brachten Leute mit Weisheit, popkulturellem Gespür und aufklärerischem Eifer einen Ausdruck an:
“Toiletten beschmieren ist aber sehr revolutionär!”
Genau gelangweilt könnte man auf die Botschaft von Rainer von Vielen reagieren, wenn er sie bloß nicht so cool rüberbringen würde: