Samstag ist Selbstmord
Es gibt Tage, an denen all die Erwartungen, die man an’s Leben hat knallhart auf die Realität treffen. Da wären: Silvester, Weihnachten, der Geburtstag und Samstags. Tage, an denen du innehällst und bemerkst, dass du deine Zeit damit verbringst auf die Busse zu warten, die immergleichen Busse, mit den immergleichen Mustern auf den Polstern, die dich zu den immergleichen Orten bringen.
Und wenn du deinem Leben einen Namen geben könntest, würdest du es wohl Immergleich heißen.
Naja das denkst du dir so in den Sekunden bevor das Metaselbst, das Über-Ich, der Teil in dir, der für’s Räuspern zuständig ist, sich meldet und kopfschüttelnd einwirft, was das denn bitte für eine billige Klischee Teen-Angst Scheiße ist und wo du denn deinen Sinn für Stil und Würde gelassen hast.
Es ist auch nur der Teil in dir, der verhindert, dass du folgenden Satz hier postest:
Kein Bock auf eine Minnesängerexistenz.